Gesendete Hilfe:

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Norddeutsch Ukrainischer Hilfsstab

Pressemitteilung - 14.06.22

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Pressemitteilung zur aktuellen Lage in der Ukraine und zum Stand der Hilfsmaßnahmen

Das Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg und der Ukrainische Hilfsstab informieren täglich über die aktuelle Lage in der Ukraine und berichten über Entwicklungen der Hilfsaktionen vor Ort:

I. Aktuelle Lage in der Ukraine

Seit Beginn des umfassenden Krieges Russlands gegen die Ukraine haben russische Aggressoren mehr als 22.000 ukrainische Zivilisten in Mariupol getötet. Außerdem wurden mehr als 50.000 ukrainische Bürger nach Russland deportiert und vorübergehend Gebiete in der Region Donezk besetzt. 

Heute bombardiere die russische Armee die Stadt Zolochiv in der Region Charkiw. Hierbei setzten sie erneut „Fallschirmschalen“ ein. Diese Art des Beschusses, welche die russischen Truppen bereits vermehrt einsetzten, ist höchst brutal, da die Bombe bereits in der Luft explodiert und in hunderte tödliche Projektile zerspringt. 

In Sievierodonetsk halten sich 540-560 Zivilisten in den Bunkern der Sievierodonetsk Azot Association auf. Die Russen beschießen diese Einrichtung ständig und machen eine Evakuierung fast unmöglich. Derweil berichtet Serhij Haidai, der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Luhansk, dass die Besatzer alle Brücken, die in die Stadt führen, zerstört haben. Eine Evakuierung und die Lieferung von humanitärer Hilfe sind nicht möglich. Die Einwohner von Sievierodonetsk, die in der Stadt geblieben sind, überleben unter extrem schwierigen Bedingungen”. 

Die russischen Rekrutierungsunternehmen suchen massenhaft “Freiwillige” für das Militär, die weder eine körperliche noch eine militärische Ausbildung benötigen. Den Rekruten werden gute Gehälter für die Arbeit bei der “Wiederherstellung” der besetzten Gebiete in der Ostukraine angeboten. In Wahrheit werden sie allerdings an die Front entsandt, um die ukrainische Armee durch terroristische Anschläge zu schwächen.

II. Aktuelles aus dem Hilfsstab

II. Aktuelles aus dem Hilfsstab Die Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg, Dr. Iryna Tybinka, besuchte Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge in Celle. Anlass des Besuches: Es ist ihr ein besonderes Anliegen, dem OB persönlich für die Unterstützung der Ukraine und UkrainerInnen sowie die Hilfsbereitschaft der Stadt und BürgerInnen von Celle zu danken.

“Es ist keine Selbsverständlichkeit, dass alle schutzsuchenden Menschen sofort in eigenen Wohnungen untergebracht werden. Celle ist ein Vorbild der Hilfsbereitschaft. Ich danke der Stadtverwaltung sowie allen Bürgerinnen und Bürgern, die – jeder auf seine Weise – der Ukraine helfen,“ betont die Generalkonsulin. Während des Treffens wurde auch betont, dass die Spenden und Hilfsbereitschaft der Celler Bevölkerung ein wichtiges Zeichen, eine moralische Stütze für die Ukrainer und gleichzeitig überlebensnotwendig sind. In dem Gespräch im Rathaus schilderte sie die Situation der Menschen in der Ukraine, dabei klammerte sie auch Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung nicht aus. Die Stadt Sumy sei nicht mehr besetzt, doch die Menschen dort benötigten für sich und die aufgenommenen Flüchtigen weiterhin Hilfe. Auch machte die Generalkonsulin darauf aufmerksam, dass die Stadtverwaltung der russischen Partnerstadt von Celle, Kazan diesen brutalen Krieg gegen die Ukraine unterstützt. Selbst die Bürger Kazans, welche als Soldaten in der russischen Garde dienen, sind an den grausamen Kriegsverbrechen gegen die Ukraine und ihr Volk beteiligt. 

Im Zeitraum des 14.06. – 30.06 laden die Deutsche Kinemathek und das Abaton zu einer ukrainischen Filmreihe ein. Gezeigt werden Filme ukrainischer Regisseure, die die immer wiederkehrenden Repressalien durch die UDSSR und Russland auf die Leinwand bringen. Ergänzt wird das Programm durch Gespräche mit KulturakteurInnen und gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung. 

Am 18.06.22 findet ab 12 Uhr erneut ein Demomarsch in Hamburg statt. Zum Thema „Die Ukraine verteidigt europäische Werte! EU-Beitritt jetzt!“ startet die Demonstration am Hachmannplatz und führt über die Lombardsbrücke zum Rathausmarkt. „Nächste Woche wird sich entscheiden, ob die Ukraine als EU- Beitrittskandidat aufgenommen wird. Wir möchten eine schnelle Aufnahme und während dieser Demonstration auch eines ganz deutlich betonen: Die Ukraine ist Europa! Wir hoffen, dass die bisherigen Zusicherungen und Signale keine leeren Worte waren“ sagten die Organisatoren des Ukrainischen Hilfsstabs. 

Am 19.06.22 findet von 15:00 bis 17:00 Uhr zudem eine Performance mit dem Titel „Die Ukraine und ihre Städte vor und während des Krieges“ auf den Landungsbrücken (Höhe-Rickmers Sommergarten) statt. Durchgeführt wird die Performance, bei der durch dramatische Effekte auf die aktuell weiterhin katastrophale Situation aufmerksam gemacht werden soll, durch schutzsuchende Ukrainerinnen und Ukrainer.

III. Weitere Mitteilungen und Forderungen

Mykhailo Podolyak, Berater des Chefs des Präsidialamtes der Ukraine, sagte, dass die Ukraine eintausend 155-mm-Haubitzen, dreihundert Mehrfachraketenabschuss-Systeme, fünfhundert Panzer, zweitausend gepanzerte Fahrzeuge und tausend Drohnen benötigt „um den Krieg zu beenden und Russland aus der Ukraine zu vertreiben“. Bisher erhielt die Ukraine von den westlichen Partnern gerade einmal 10% des Notwendigen. 

Hoffnungen liegen auf der Rammstein 3 Konferenz, welche morgen in Brüssel abgehalten wird.

 

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